Die heutige Kirche der Ortschaft Wilwerwiltz steht unter dem Schutz des hl. Willibrord (†739), Gründer der Benediktinerabtei in Echternach (Luxemburg).

Die Kirche wurde am Standort der einstigen Schlosskapelle der Herrschaft Wilwerwiltz in den Jahren 1960/63 nach den Plänen des Architekten Leo und Guillaume Gaul aus Diekirch errichtet und am 28.7.1963 konsekriert. In einer damals zeitgenössigen, eher nüchternen Formensprache konzipiert, setzt sie sich in architektonischer Hinsicht deutlich von den übrigen Kapellen des Kirchensprengels ab. Der Turm ist aus Schiefer der Ardennen gefügt. Die beiden kleinen Glocken stammen aus der ehemaligen Kapelle. Sie wurden 1769 in Trier (Heintz) und 1882 in Saarburg (Mabilon) angefertigt.

Dem Willibrorduspatrozinium der Kapelle entsprechen die beiden Barockstatuen an der linken Langhauswand. Sie stellen die beiden Ewalde dar, zwei Angelsachsen, die zu Willibrords frühesten Mitarbeitern gehörten und in ihrer Missionstätigkeit gemartert wurden. Letztere werden als Nebenpatrone der Kapelle verehrt.

Ihr Raumbild ist bestimmt durch die hellen und farbenfrohen Fensterflächen der Südseite. Aus dem Vorgängerbau stammen die beiden, farbig gefassten Seitenaltäre. Der rechtseitige diente als Hochaltar in der früheren Kapelle und reicht in seinem Aufbau ins spätere 17. Jh. zurück.


Die Kirche in Wilwerwiltz

Der linkseitige Altar wurde 1745 als Seitenaltar der alten Kapelle durch den Weihbischof von Lüttich zu Ehren des heiligen Hirten und Einsiedlers Wendelin geweiht, der in der oberen Nische abgebildet ist. An den Antependien der beiden Altäre wurde die auf Holz aufgetragene barocke Malerei freigelegt.

Seit 2010 ist in der Kirche in Wilwerwiltz eine im Original Zustand erhaltene Stahlhuth-Orgel aus dem Jahre 1914 installiert, welche ursprünglich im Dominikanerinnen-Kloster auf dem Limpertsberg Zuhause war.

 

 

 

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